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Informationen zu Märklin Digital

Was bedeutet "digital"?

Das Wort "digital" bedeutet: Informationen mit Zahlen darstellen. Die andere Möglichkeit, Informationen darzustellen, heißt analog. "Analog" bedeutet: entsprechend, ähnlich.
Wie diese Unterscheidung bei der Modellbahn umgesetzt wird, wollen wir am Beispiel der Geschwindigkeit einer Lokomotive zeigen.
Die nachfolgende Darstellung der Funktionsweise des Digital-Systems ist stark vereinfacht; viele Details werden erst in einem späteren Kapitel erläutert.

  • "Analog"

    Die Geschwindigkeit einer konventionellen Lokomotive wird am Drehknopf eines Fahrtransformators eingestellt ("konventionell" bedeutet: herkömmlich, also nicht digital). Im Innern des Trafos greift ein Schleifer je nach der Stellung des Fahrreglers eine unterschiedliche hohe Wechselspannung ab. Diese Spannung wird direkt ans Gleis gegeben. Der Motor einer Lokomotive dreht sich um so schneller, je höher die ihm zugeführte Spannung ist. Wird der Fahrregler auf Null gestellt, liegt am Gleis keine Spannung an.

    digital-analog

  • "Digital"

    Anders beim Digital-System:
    Hier wird jede Fahrgeschwindigkeit durch eine bestimmte Zahl dargestellt, beim Märklin Digital-System durch eine Zahl zwischen 0 und 14. "0" bedeutet dabei, daß die Lokomotive steht, "14" entspricht der höchsten Geschwindigkeit, die eine Lokomotive fahren kann. Die Zahl "15" wird zur Umschaltung der Fahrtrichtung benutzt.

    Nun sagen Sie vielleicht: An einem Digital-Fahrpult wird aber doch die Fahrgeschwindigkeit auch mit einem Drehregler eingestellt, genau wie bei einem konventionellen Fahrtrafo. Dies wurde so gemacht, weil zum einen die Bedienung eines Drehknopfes einfacher und anschaulicher ist als das Eingeben einer Zahl, zum anderen so der Umstieg von einer konventionellen Anlage leichter fällt. Im Fahrpult wird aber die Stellung des Fahrreglers in eine Zahl umgewandelt, die der eingestellten Fahrgeschwindigkeit entspricht. Diesen Vorgang nennt man "digitalisieren" oder "codieren". (Codieren heißt: eine Information umwandeln oder verschlüsseln.)
    Die Zahl, die der eingestellten Fahrgeschwindigkeit entspricht, gelangt vom Fahrpult zunächst in die Zentraleinheit, von hier zum Gleis und schließlich in die Lokomotive, wo sie der Lokdecoder weiterverarbeitet.

    Zusammenfassung:
    Beim Digital-System wird die Fahrgeschwindigkeit nicht mehr durch die Höhe einer Spannung, sondern als Zahl codiert vom Digital-Fahrpult bis zur Lokomotive übertragen.

    Bisher ist Ihnen aber vielleicht noch nicht klar, welche Vorteile der scheinbar aufwendige Zwischenschritt der Informationsübertragung als Digital-Signal bietet.

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